
AchGottistdieserRegendepremierendWasunternehmeichbloßmitdemKindheute
NachmittagPuzzelnknetenmalenfädelnobdastagfüllendistIchrufeeinfachmalMama
anHeutewirddefinitivUrlaubgebuchtichmussindieSonnesonstrasteichausGehtaber
erstAnfangSeptemberVielleichtwirdesjanächsteWochewettertechnischbesserhier
WirdZeitAuweiafastvergeseenOmahatjamorgenGeburtstagundlädtSonntagins
RestaurantBingespanntobdasmitderKleinengutgehtRestaurantundSpautzzweiWelten
prallenaufeinaderDafälltmireinichIdiothabedenSperrmüllfürMontagfrühbestelltDas
heisstichkannspätabendsdenKramalleinevordieTürhievenDerGatteverweiltbei
SpringsteeninMünchenHabeichjaklassegetimtMhhhvielleichtkannichdenTermin
umlegenIchrufemorgennochmalbeiderstädtischenHotlineanSojetztaberabzum
KindergartendieGedankenweiterfliessenlassenMandenktjasoeinganzschönes
KauderwelschfälltmirbeimSchreibenaufWaseinBlödsinnKommtjasowiesowies
kommt
Laß es dir nicht nehmen.
Im Denken hast du die Möglichkeit,
die Enge und Kleinkariertheit
deines Lebens zu überwinden.
Kannst du es erst im Denken,
dann wirst du auch Wege finden,
die Enge im alltäglichen Leben zu überwinden
und erfüllter zu leben.
Man wird dich auf vielerlei Weise
zurückhalten wollen,
dich warnen, dir gut zureden,
dich an deine Pflichten erinnern.
Jemand wird dir sagen: Bleib auf dem Teppich!
Und in dir wirst du hören,
daß du kein Recht hast, daß du spinnst –
und realistisch sein solltest.
Aber du hast ein Recht, grenzenlos zu denken.
Darin wirst du ein Mensch,
der über sich selbst hinauswächst,
der nicht gebunden ist an die Muster,
die ihm jemand vorgemalt hat.
Es gibt keine Regel,
daß du dich an vorgeprägtes halten mußt.
Denke, was du denkst.
Entdecke deine Muster,
deine Formen, dein eigenes Leben.
Aus: „Grundrechte – Ein Manifest“ von Ulrich Schaffer.
Ein kleines, feines Buch für alle, die sich immer wieder gerne selbst entdecken.
Der Goldene Windbeutel 2013.
Es ist wieder soweit und es kann immer noch abgestimmt werden, wer die dreisteste Werbemasche für Kinderlebensmittel (was soll das eigentlich genau sein???) an den Tag legt. Es gibt auch dieses Jahr wieder Top-Kandidaten. Von Capri-Sonne von Wild/SiSi Werke über Monster-Backe Knister von Ehrmann bis hin zu Paula von Dr. Oetker ist jede Menge Zucker- und Fettzeug vertreten.
Apropos Capri-Sonne…. Die Jungs und Mädels des Unternehmens wollten vor Abstimmung schnell noch mal aufklären, dass ihr Produkt ja gar nicht an Kinder vermarktet wird. Ja, nee, is’ klar. Foodwatch hat sich selbstverständlich umgehend für diese völlig aus der Luft gegriffene Annahme entschuldigt.
Morgens früh um acht.
Gatte: „Sehe ich gut aus so?“
Ich: „Ja, passt prima. Warum der Aufriss, hast du nen Kundentermin heute?“
Gatte: „Kundentermin? Kundentermin??? Ich. Bin. Der. Kunde.“
Schon wieder liege ich flach und fühle mich grausig. Ehrlich gesagt komme ich schon seit letztem September nicht mehr richtig auf die Füße. Alle paar Wochen haut mich etwas Neues um: Norovirus, Scharlach, grippaler Infekt, Seitenstrangangina, Sinusitis, Halsentzündung und wieder von vorn. Das schlaucht. Das schwächt. Das macht richtig, richtig miese Laune. Der linke Fuß und die rechte Hand haben dank Rheuma auch schlapp gemacht – willkommen Dauerentzündung. Kein Wunder! Von Gedöns wie Falten, Augenringen und grauen Haaren rede ich gar nicht erst.
Der Arzt versucht mich zu beruhigen, verweist auf das Kleingewusel um mich herum und unauffällig auf mein Alter. Hallo Zipperlein. Adieu Jugend. Ich soll also wirklich nicht mehr so belastbar sein, wie früher und obendrein noch bescheiden aussehen? Frechheit! Der Gatte faselt abends was von „reifen“ – wie guter Rotwein. Also, mir ist das Prickeln von Champagner ehrlich gesagt lieber. Nutzt aber auch nichts, denn hier hat es sich gerade ausgeprickelt. Jedenfalls fühlt es sich so an. Und ich gebe kleinlaut zu: die Kombi Mann, Kinder, Freunde, Job & Co wuppt sich nicht mehr so lockerflockig und ständig vergesse ich irgendetwas. Ich dachte immer, das trifft mich nicht. Energie für Zehn und so. Jetzt falle ich um Acht ins Bett und lasse mich von jeder Kinderkrankheit fix und fertig machen.
Der Gedanke an einen weiteren Säugling treibt mir momentan auch eher Schweiß auf die Stirn, als mich in Freundentränen ausbrechen zu lassen. Dem Gatten geht es ähnlich, obwohl wir bei den Aussagen unseres Jugendamtes, dass so viele kleine Kinder dringend dauerhaft Eltern brauchen, ganz wuschig werden. Auf der anderen Seite können wir nicht die ganze Welt retten. Alles, nein wir, haben Grenzen. Ich weiß nicht, was ich zukünftig noch bewältigen kann und das macht mir in Bezug auf weitere Kinder Sorgen. Bei allem witzeln und kokettieren, jünger werden wir wirklich nicht.
Seit ein paar Tagen liegen die Dinge noch mal etwas anders. Ein Verdacht hat sich bestätigt. Unser Alltag muss jetzt anders organisiert werden, es stellt sich nicht mehr die Frage, was ich will, sondern was ich tun muss, damit wir alle gesund, glücklich und entspannt sind. Apropos gesund, wie ich schon schrieb, hat es mich aktuell wieder erwischt. Seit zwei Tagen huste ich wie Bolle. So stark, dass ich mich regelmäßig übergeben muss. Das tut nicht nur schweineweh, das ist auch richtig widerlich. Fieber habe ich auch. Der Test auf Keuchhusten ist am Montag, wahrscheinlich hat der Impfschutz schlapp gemacht. Drückt die Daumen, damit es endlich weitergeht und all die tollen Vorhaben, die hier in den Startlöchern stehen, umgesetzt werden können. Ich muss es aber trotzdem noch mal raushauen: ich hab die Faxen dicke!
Werde ich übrigens auch langsam in Bezug auf die Temperaturen zu dieser Jahreszeit.
Im Rückblick 2012 hatte es sich ja schon angedeutet – beruflich hat der Gatte Anfang März den gehechteten Salto mit dreieinhalbfacher Schraube gewagt, der geliebt-gehassten Agenturwelt nach knapp 20 Jahren den Rücken gekehrt und auf Kundenseite angeheuert. Bei MAXON, einem mittelständischen Software-Entwickler aus Friedrichsdorf, der mit seiner 3D-Animationssoftware CINEMA 4D ganz und gar nicht so mittelständisch daherkommt. Und auch, wenn man nach knapp drei Wochen ja nur einen ganz groben ersten Eindruck gewinnen kann – es macht dem Herrn Gemahl Spaß. Richtig Spaß. Das freut das Wortschätzchen sehr (ich freue mich irgendwie gerade permanent – siehe weiter unten im Blog-Verlauf), da der Angetraute fast Angst vor der eigenen Courage bekommen hatte.
Wer da denkt: “Kundenseite, verdammte Hacke, das wäre auch was für mich.”, der kann sich jetzt agentur-weg-bewerben. Denn MAXON sucht gute Leute, einen guten Texter um genau zu sein. Viel Erfolg beim Wechseln der Seiten.