Hören wir auf, die Kinder zu betrauern, die nicht geboren sind und fangen an, uns um die zu kümmern, die schon auf dieser Welt sind.
Unbekannt
Wir hören auf.

Scheiden tut weh.

Lange genug haben wir uns mit dieser Meldung rumgequält, immer wieder sind wir zurückgerudert und haben den Gedanken ans Aufhören verworfen. Dennoch haben wir nur noch halbherzig weitergemacht. Die Realität hat uns jetzt endgültig eingeholt und wir geben laut und deutlich zu: wir schaffen “weniger ist mehr” einfach nicht mehr. Trotz Spaß an der Freud’, wie der Hesse so schön sagt.

Es ist zu viel los. Privat. Beruflich. Privatberuflich. Das kann man bei uns nicht so genau trennen. Und das ist auch gut so. Viele gute Ideen zu einem neuen Projekt schwirren uns durch den Kopf und wir scheitern immer wieder an der Umsetzung. Das soll sich jetzt ändern. Wir möchten es ändern. Wir ändern es jetzt.

Wie ihr sicherlich gemerkt habt, hat sich unser Fokus hier im Blog in den letzten Monaten immer mehr auf das Thema offene Adoption und Dauerpflege verschoben. In diese Richtung wird es auch verstärkt weitergehen. In der nächsten Zeit werden wir uns intensiv um die kleine Enna kümmern. Enna?

Enna ist vier, fast fünf Jahre alt und lebt seit sie ein Baby ist bei den Mertens. Das war nicht immer so, denn Enna ist ein Pflegekind. Sie wird für immer bei den Mertens bleiben und sagt zu ihnen auch “Mama” und “Papa”. Das ist wunderschön, aber ganz und gar nicht immer leicht. An manchen Tagen tut das auch sehr weh. Dumpf und grau fühlt es sich manchmal an. Und einsam. Enna erlebt mehr als andere Kinder. Einmal im Monat hat sie Besuchskontakt zu ihren leiblichen Eltern und sie kennt viele Leute aus dem Jugendamt. Auch die Polizei kennt sie schon. Die war öfter mal bei ihrer Herkunftsfamilie zu Hause. Das war schlimm. Ganz schön verwirrend für so ein kleines Mädchen.

Wo Enna mit ihrer Familie lebt? In unseren Köpfen. in denen vom Gatten und mir. Doch Enna möchte raus, vom Kopf aufs Papier – in Buch- oder Homepageform – und sich weiterentwickeln. Größer werden. Wachsen. Das braucht Ruhe und Zeit. Die benötigen wir jetzt. Wir hoffen, ihr versteht das.

In diesem Sinne: Wir lesen uns an anderer Stelle. Schnief.

Herzliche Grüße

Der Gatte und das Wortschätzchen

Frühling, Frühling, Fledermaus.

Eine kleine Fledermaus
flog aus ihrer Höhle raus.
Flog dreimal ums Eck, 
dann war sie wieder weg.

Eine kleine Fledermaus 
flog in die dunkle Nacht hinaus.
Fing Insekten fein,
dann flog sie wieder heim.

Eine kleine Fledermaus
schlief den ganzen Winter aus.
Flog im Frühling wieder raus
und will jetzt mehr erleben,
als nur an der Decke kleben.

Liebe…

Auch wenn es sich als schnöde Werbung entpuppt. Es ist toll. Und es macht Lust auf, naja, auf Knutschen halt. Genau so, wie man mit 15 rumgeknutscht hat. Wenn die Gattin dann mal bitte kurz vorbeikommen könnte…

(…) Bei gesunden, lediglich unkonzentrierten „wilden“ Kerlen sind ausreichend Bewegung und ein geregelter Alltag ohne Fernsehen jeder Therapie und jedem Medikament überlegen. (…) faz.net, Michael Hauch, 22. Februar 2014.

Auf den Punkt, weil differenziert. 

Patu. Dein grüner Freund und du!

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Die ökologisch faire Kindermarke.

Ich habe ihn über den Job kennengelernt – den kleinen putzigen Frosch Patu, der Kinderaugen zum Leuchten bringt und Vorbild für faires Handeln in allen Lebensbereichen ist. Mit seinen Freunden lebt er im schönen Froggolia. Dort gibt es von der Kuscheldecke über Kinderkleidung und Spielzeug bis hin zu Kinderbüchern und Bastelutensilien alles, was das Kinderherz begehrt. Auch das Spautz  war gleich hin und weg, so dass ich schon um meine Muster für das Blog bangen musste. Aber gleich heute Abend darf sie sich das wunderschöne Malbuch und die ersten komplett ökologischen Sticker von meinem Schreibtisch nehmen, versprochen.

Ins Leben gerufen hat die nachhaltige Kindermarke Andrea Neudek, Designerin aus dem Taunus. Mit dem Frosch Patu und seinen Freunden hat sie eine kleine Kinderwelt geschaffen, mit der sich Jungen und Mädchen – fernab von gängigen Rollenklischees und plumpen Stereotypen – identifizieren können. Das gefällt mir persönlich am besten, denn nichts finde ich furchtbarer als das Pressen von Kindern in feste Rollenbilder. Patu ist abenteuerlustig, bewegungsfreudig, macht sich gerne dreckig und probiert unentwegt Neues aus – so wie alle kleinen Leute. 

Und die Eltern? Auch die kommen in Foggolia nicht zu kurz, denn die verwendeten Materialien der Marke Patu sind völlig unbedenklich. Von der Idee über den Herstellungsprozess bis zur Lieferung des fertigen Produkts. Faires, ökologisches und transparentes Produzieren und Handeln stehen an erster Stelle. Darüber hinaus geht ein Teil des Umsatzes an humanitäre oder ökologische Hilfsorganisationen und Projekte. Wirklich sehr fein.

Fazit: Patu ist eine echte Alternative zu all den Hasen, Feen, Baumeistern und Mäusen. Eine Marke, die trotz ihrer Philosophie nicht “ökig” oder “alternativ” daherkommt, sondern freundlich, humorvoll und transparent. Meine Tochter, der Gatte und ich würden uns sehr freuen, wenn der kleine freche Frosch weiter wächst. Wir begleiten ihn gerne.

Erste Hilfe für meine Allerliebsten.

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Fledermäuse aufgrund von mildem Winter in Not.

Solltet ihr eine Fledermaus finden:
• die tagsüber an der Hauswand hängt, 
• auf dem Boden liegt oder
• verletzt ist,
dann nehmt das Tier vorsichtig mit Handschuhen! (oder einem Handtuch) auf und bringt es zunächst einmal in einem kleinen Karton unter. Beim Bergen bitte das Tier vollständig umfassen, damit es nicht aus Angst mit den Flügel schlägt und sich verletzt. Diesen mit Küchenrollenpapier und/oder Stoff (darf nicht fasern) auslegen und samt Fledermaus an einen dunklen Ort bringen. Des Weiteren ist es für die Fledermaus überlebenswichtig eine hohe Luftfeuchtigkeit zu haben, sonst trocknen ihre Flügel und Ohren aus. Entweder stellt dazu eine Wasserschale außerhalb des Fledermausbehältnisses auf (damit sie nicht ertrinkt) oder sprüht mit einem Wassersprüher ein Handtuch feucht und hängt es über das Behältnis in dem die Fledermaus untergebracht ist. Auf jeden Fall muss man darauf achten, dass der Karton gut schließt, jedoch eine ausreichende Luftzufuhr gegeben ist.

Dann bitte sofort eine Wildtierpflegestation kontaktieren oder über den bundesweiten Fledermausnotruf einen Pfleger suchen. In jeder größeren Stadt gibt es Fledermauspfleger, auch die Naturschutzbehörden oder die NABU Ortsgruppen haben Adressen.

Mehr zu den Erste Hilfe Maßnahme bei einer gefundenen Flaus könnt ihr hier nachlesen: http://www.wildtierhilfe-odenwald.de/erste-hilfe-maßnahmen/fledermäuse/

Dieser bisher viel zu milde Winter ist für alle winterschlafenden Tiere eine enorme Belastung. Das sich bei Tieren in der Hibernation (Winterschlaf) immer mal wieder die langen Ruhephasen mit einem kurzen Erwachen abwechseln ist vollkommen normal – dauerhaft zu milde Temperaturen oder Schwankungen hindern das Tier allerdings daran, wieder in einen richtigen Winterschlaf zurückzufallen (es wird nur ein kräftezehrender Dämmerzustand erreicht) und die energieraubenden Wachphasen häufen sich. Beides belastet den Stoffwechsel, wirkt kräftezehrend und läßt die, wenn überhaupt noch vorhandenen Fettreserven (braune Fettgewebe zwischen den Schulterblättern), schnell schwinden. Bei jedem Aufwachen leistet der Organismus enorme Arbeit – die Körpertemperatur wird erhöht durch Steigerung der Atemtätigkeit, Zunahme der Muskeltätigkeit und Beschleunigung des Blutstroms, die Herzschlagfrequenz wird gesteigert, Hormone (Adrenalin) werden ausgeschüttet, der Blutzuckerspiegel steigt usw. Manche Tiere die jetzt wach werden, machen sich dann meist bereits sehr geschwächt  auf die Suche nach Futter und Trinken und bleiben entkräftet irgendwo hängen/liegen. Besonderes gefährlich ist dann der Flüssigkeitsmangel, die Gefahr der Dehydrierung ist groß. 

Die oben beschriebene Problematik mit dem diesjährig zu milden Winter gilt übrigens auch für Igel! Bitte achtet auf hilfebedürftige Fledermäuse (und Igel)! Die Tierchen werden es euch danken.

Vollzeitpflege und Adoption.

Rat und Hilfe.

Immer wieder werden wir gefragt: „Ist adoptieren nicht wahnsinnig kompliziert?“, „Sind alle Pflegekinder nur vorübergehend in einer Pflegefamilie?“, „Muss man da viel Geld haben und kontrolliert das Jugendamt ständig alles?“ und: “Ist es nicht komisch selbst adoptiert zu sein?”. Unsere erheiterten Gesichter sprechen dann Bände. Für uns war dieser Weg weder kompliziert, noch emotional wirklich schwer – und weder sind wir steinreich, noch wurden uns die Schränke durchwühlt. Traumatisiert durch die eigene Adoption ist der Gatte auch nicht. Das öffentliche Bild ist im Allgemeinen einfach wahnsinnig irreführend und negativ. Fachlich falsch sowieso. Also. Bitte. Nicht. Kirre. Machen. Lassen!

Wer mit dem Gedanken spielt, zu adoptieren oder Pflegestelle zu werden, sollte sich beim Amt für Soziale Arbeit in seinem Umkreis ausführlich beraten lassen. Hier die Anlaufstellen unserer schönen Landeshauptstadt:

Pflegekinder Wiesbaden

Unsere Stadt sucht immer engagierte Familien und Paare, die bereit sind, Kinder kurzzeitig oder dauerhaft bis zur Verselbstständigung bei sich aufzunehmen. Wenn Herkunftseltern die Betreuung ihrer Kinder – aus welchen Gründen auch immer – nicht sicherstellen können, sind Pflegefamilien eine große Chance für die Kleinsten unserer Gesellschaft. Dort können sie zur Ruhe finden sowie gesund und sicher aufwachsen. 

Fachstelle Vollzeitpflege, Amt für Soziale Arbeit
Konradinerallee 11
65189 Wiesbaden
0611/31-3506 oder 31-4622

Adoptionsvermittlung und -beratung Wiesbaden

Immer wieder gibt es auch in unserer Stadt Kinder, die nicht bei ihren biologischen Eltern auffwachsen können und zur Adoption freigegeben werden. Hier findet das Amt für Soziale Arbeit Paare, die gerne via Adoption Eltern werden möchten. Abgebende sowie annehmende Eltern werden intensiv beraten und auf ihrem sehr emotionalen Weg begleitet. Die Adoptionsvermittlung des Amtes für Soziale Arbeit erstellt auch den Sozialbericht für Auslandsadoptionen. Des Weiteren ist sie an einer fachlichen Stellungnahme in gerichtlichen Verfahren zur Adoption – auch bei Stiefkindadoptionen – beteiligt. Auch Jugendlichen und Erwachsenen auf der Suche nach ihren Herkunftseltern ist die Adoptionsvermittlung Wiesbaden behilflich.

Adoptionsvermittlung- und Beratung
Konradinerallee 11
65189 Wiesbaden
0611/31-4341 oder 31-3452

Hörsaal-Slam – Julia Engelmann – Campus TV

Bravo. Applaus. Und wieder: Bravo!